Aufruf

Über vier Jahre sind seit dem Mord an Parwaneh und Dariush Forouhar vergangen, dem Mord an zwei Menschen, die sich ein Leben lang für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Unabhängigkeit ihres Landes eingesetzt haben.

Wenige Tage nach diesem Mordanschlag wurden die beiden Schriftsteller Mohammad Mochtari und Mohammad Djafar Pujandeh ermordet. Diese Morde, die als „Kettenmorde“ bezeichnet werden, bildeten einen weiteren Höhepunkt in der endlosen Reihe der Verbrechen, die seit dem Bestehen der Islamischen Republik gegen Andersdenkende begangen wurden. Diese Verbrechen haben tiefe Wunden hinterlassen.

Die heftige Reaktion der Öffentlichkeit auf die „Kettenmorde“ und die weltweiten Proteste erweckten die Hoffnung, dieses Mal würden die Morde tatsächlich aufgeklärt werden. Doch trotz des hohen Engagements der Öffentlichkeit, trotz des unermüdlichen Einsatzes vieler Persönlichkeiten und zahlreicher politischer Organisationen und nicht zuletzt der Angehörigen der Ermordeten, blieben die Drahtzieher der Morde im Dunkeln. Es gab Vertuschungen und Manipulationen, so dass die Verbrechen bis heute unaufgeklärt geblieben sind.

Wir, die Hinterbliebenen der Familien Forouhar, Mokhtari und Pujandeh haben inzwischen jedes Vertrauen in den juristischen Instanzen der Islamischen Republik Iran verloren. All die Beteuerungen und Bekundungen der politisch Verantwortlichen, alles einzusetzen, um die Verbrechen aufzudecken, haben sich inzwischen als unglaubwürdig erwiesen. Deshalb wenden wir uns jetzt an die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen. Die Verbrechen, die in Iran stattgefunden haben, sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ihre Aufklärung ist vom internationalen Interesse. 


Ich/Wir unterstütze(n) die Forderung zur Einsetzung der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen.
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