Ein weiteres Vehikel des Fremden in der Kunst Forouhars ist der von innen gepolsterten Transportcontainer, mit dem sie die Reihe der Bemusterungen fortsetzt. Das rosafarbene Muster besteht aus Messern. Es entsteht ein extremer Kontrast zwischen der Weichheit des Materials und den Spitzen des Ornaments. Das Muster unterstreicht eine Gewaltförmigkeit und steht in einem Spannungsverhältnis zu dem weichen, fleischlich rosafarbenen Material.
Solche standardisierten Container werden gewöhnlich dazu verwendet, auf ökonomisch-effiziente Weise kurzzeitige Unterkünfte, etwa für Asylsuchende, zu bieten. Im Gegensatz zu Immobilien handelt es sich um etwas Mobiles, das zum Transport verwendet wird. Damit entspricht der Container dem Nomadischen seiner Nutzer. Der Container wird zum Ort derjenigen, die nicht Fuß fassen dürfen, keine Heimat finden. Durch die Auspolsterung wirkt der Container zugleich wie eine Gummizelle. Diese dient herkömmlich der Verwahrung von Wahnsinnigen. Damit wird der Wahnsinnige von der Außenwelt isoliert. Er stellt, wie Foucault beschrieben hat, für die Gesellschaft das schlechthin Andere dar. Es werden Grenzziehungen vorgenommen, mit denen das Fremde ausgeschlossen wird: Für unmöglich gehalten wird eine gemeinsame Sprache. Dieser radikale Bruch ist symptomatisch für den Umgang mit dem Anderen, Fremden. Der abgebrochene Dialog mit dem Wahnsinnigen entspricht nach Foucault der Trennungslinie, die die abendländische Gesellschaft etwa gegenüber dem Orient zieht. Die Internierung des für wahnsinnig Befundenden führt zu einer Verortung außerhalb des Eigenen. Ähnlich funktionieren auch die Ausschlussmechanismen durch die Asylcontainer. Mit Einrichtungen wie der Gummizelle werden Wahnsinnige zum Objekt gemacht und kontrolliert. Indem der Betrachter die Gummizelle betreten kann und dabei von anderen beobachtet wird, wird er selbst zum Objekt, scheint er selbst für einen Moment dem gleichen Dispositiv zu unterliegen. Der Container fungiert als eine Art Bühne, bei der die Zuschauer selbst einbezogen werden. Forouhar führt die Prozesse der Alienation vor, sie zeigt, dass kein Außerhalb möglich ist, sondern die Betrachter selbst mittendrin sind. Der entstandene Raum wird zu einem Schwellenraum, der den Konstruktionscharakter und die Kontingenz von Grenzziehungen deutlich macht. Die Verortungen schlagen fehl und rücken die Deplacierungen ins Gesichtsfeld. Die Betrachter werden damit buchstäblich ver-rückt, sie werden angehalten über ihre eigenen Beobachterstandpunkte zu reflektieren.
Solche standardisierten Container werden gewöhnlich dazu verwendet, auf ökonomisch-effiziente Weise kurzzeitige Unterkünfte, etwa für Asylsuchende, zu bieten. Im Gegensatz zu Immobilien handelt es sich um etwas Mobiles, das zum Transport verwendet wird. Damit entspricht der Container dem Nomadischen seiner Nutzer. Der Container wird zum Ort derjenigen, die nicht Fuß fassen dürfen, keine Heimat finden. Durch die Auspolsterung wirkt der Container zugleich wie eine Gummizelle. Diese dient herkömmlich der Verwahrung von Wahnsinnigen. Damit wird der Wahnsinnige von der Außenwelt isoliert. Er stellt, wie Foucault beschrieben hat, für die Gesellschaft das schlechthin Andere dar. Es werden Grenzziehungen vorgenommen, mit denen das Fremde ausgeschlossen wird: Für unmöglich gehalten wird eine gemeinsame Sprache. Dieser radikale Bruch ist symptomatisch für den Umgang mit dem Anderen, Fremden. Der abgebrochene Dialog mit dem Wahnsinnigen entspricht nach Foucault der Trennungslinie, die die abendländische Gesellschaft etwa gegenüber dem Orient zieht. Die Internierung des für wahnsinnig Befundenden führt zu einer Verortung außerhalb des Eigenen. Ähnlich funktionieren auch die Ausschlussmechanismen durch die Asylcontainer. Mit Einrichtungen wie der Gummizelle werden Wahnsinnige zum Objekt gemacht und kontrolliert. Indem der Betrachter die Gummizelle betreten kann und dabei von anderen beobachtet wird, wird er selbst zum Objekt, scheint er selbst für einen Moment dem gleichen Dispositiv zu unterliegen. Der Container fungiert als eine Art Bühne, bei der die Zuschauer selbst einbezogen werden. Forouhar führt die Prozesse der Alienation vor, sie zeigt, dass kein Außerhalb möglich ist, sondern die Betrachter selbst mittendrin sind. Der entstandene Raum wird zu einem Schwellenraum, der den Konstruktionscharakter und die Kontingenz von Grenzziehungen deutlich macht. Die Verortungen schlagen fehl und rücken die Deplacierungen ins Gesichtsfeld. Die Betrachter werden damit buchstäblich ver-rückt, sie werden angehalten über ihre eigenen Beobachterstandpunkte zu reflektieren.
Dr. Alexandra Karentzos - Verortungen der Kunst





