Ballons

Ich ergebe mich  Rauminstallation 2007

Fotodruck auf Folienballons & Helium, Sauerstoff, Kordel

Ein Raum, ausgefüllt mit der Leichtigkeit von schwebenden, bemusterten Luftballons, lädt den Betrachter zum Spielen und Träumen ein. Erst bei näherer Betrachtung erweisen sich die Ornamente als Folterszenen.

Dadurch entsteht eine Spannung zwischen der konventionellen Bedeutung des Luftballons als Träger und dem gewichtigen Inhalt, den er transportiert.

Die Gewaltsamkeit und der Ernst des Dargestellten sind gegen das kindlich-spielerische des Erscheinungsbildes gesetzt. Sie lassen sich nicht durch die Nähe der Zeichnungen zum Comic und durch die Handlichkeit beziehungsweise Leichtigkeit des Ballons verniedlichen, vielmehr treten sie durch diesen Kontrast erst hervor. Der Betrachter wird dazu angehalten, seine Position zu reflektieren.

„Ornament und Schrecken werden hier so eng miteinander verknüpft, wie Befehl und Gehorsam in den Unschuldsbekundungen der gewissen- und empfindungslosen Folterer angeführt.“ (Matthias Reichelt)  

blog.parastou-forouhar.de                                                                                                                                       © Parastou Forouhar