Tapete

Die Märchen aus „Tausendundeiner Nacht“ werden in einer Tapete ans grelle Licht des Museums gezerrt: Nicht harmloses, schönes Ornament, sondern Darstellungen der Folter finden sich darauf. Die comicartigen gesichtslosen, computergenerierten Figuren auf der Tapete werden in ihrer Stilisierung zu einer eigenen ornamentalen Sprache, zu Schriftzeichen der Gewalt. Sie werden immerfort wiederholt und entsprechen insofern den Gestaltungsprinzipien von Tapetenmustern. Die Serie der Grausamkeit reproduziert sich immer wieder.

Alexandra Karentzos - Verortungen der Kunst

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