Im November 2025 reiste ich – wie in jedem Jahr – nach Iran, um eine Gedenkveranstaltung für meine Eltern, Parvaneh und Dariush Forouhar, anlässlich ihres politischen Mordes vor siebenundzwanzig Jahren abzuhalten.
Doch die Ereignisse des Sommers legten ihren schweren Schatten auf meine diesjährige Reise: der militärische Angriff der israelischen Armee auf Iran, die menschenverachtende und kriegstreiberische Politik der Islamischen Republik, die diesen Angriff provoziert hatte und ungeachtet aller katastrophalen Folgen weiterhin fortführte, sowie die drohende Gefahr eines erneuten Krieges, die wie eine nicht detonierte Bombe als schwarze Wolke über dem Land hing.
Hinzu kam die tiefe Spaltung unter den Regimegegnern, die sich mit dem Ausbruch des Krieges in offenen und harten Auseinandersetzungen entlud. In den vergangenen Jahren hatte sich eine stetig erstarkende monarchistische Strömung herausgebildet, die zunehmend rechts, populistisch und undemokratisch auftrat. Den militärischen Angriff auf Iran stellten deren Anhänger als Chance zur Machtübernahme hin. Wer sich dagegen positionierte, wurde diffamiert und als Handlanger des Regimes gebrandmarkt – auch ich. Die gegen mich gerichtete Schmutzkampagne nahm in den sozialen Netzwerken groteske Züge an. Der Gedanke, ihr erneut ausgeliefert zu sein, während ich mich im Iran der alltäglichen Repression des Regimes aussetzte, legte sich wie eine zusätzliche Last auf meine Reise.
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Als ich am zwölften Oktober in Teheran ankam, war es drei Uhr nach Mitternacht. Mein Flug war der erste einer europäischen Fluggesellschaft nach monatelanger Suspendierung. Das Flugzeug war fast leer und füllte sich gespenstisch. Auch der Flughafen wirkte wie ein lahmgelegter Betrieb – die Abgeschnittenheit Irans von der Welt war deutlich spürbar. Erfreulich war, dass ich zum ersten Mal ohne Kopftuch durch die Passkontrolle gehen konnte. Selbst die Sicherheitskräfte, die gewöhnlich alles einer strengen Kontrolle unterzogen, waren kaum präsent, und mein Gepäck wurde nicht durchsucht.
Ich spürte eine unerwartete Leichtigkeit: über das Wiedersehen mit meinen schläfrigen, aber fröhlichen Verwandten am Flughafen und über die Freude, die Stadt wieder zu erleben, deren drohender Sturz in Krieg und Zerstörung monatelang mein Albtraum gewesen war.
Das Haus meiner Eltern war sauber und aufgeräumt, frisch aufgebrühter Tee stand bereit. Doch jedes Mal, wenn ich in mein Elternhaus zurückkehre, senkt sich die schwere Stille über mich, jene Stille, die sich über die Monate meiner Abwesenheit in den Räumen festsetzt. Das Haus wirkt trübe, wie ein altes, müdes Wesen, das nach Zuwendung verlangt. Erst allmählich weicht die Stille, und das Haus beginnt langsam, sich an das gelebte Leben zurückzuerinnern.
Schon am ersten Tag streifte ich durch unser Viertel und die Stadt. Nichts bringt mich der Stadt so nahe wie das Flanieren durch Straßen und das Aufsuchen von Läden. Ich war verblüfft zu beobachten, wie den dunklen Abgründen zum Trotz der Puls des Alltags genauso rastlos schlug wie ehedem. Die Läden waren voll, die Menschen unterwegs, der Straßenhandel klang und summte im altvertrauten Ton. Zwar wurde sparsamer eingekauft, doch die vertrauten Feilschereien zwischen Käufer und Verkäufer blieben. Ich wusste nicht, wie ich diese Kontinuität deuten sollte: als Stabilität und Ausdruck des beharrlichen Überlebenswillens oder als Ignoranz gegenüber den allumfassenden Krisen im Land.
Gleichzeitig offenbarte das Stadtbild ermutigende Veränderungen: Es gibt mittlerweile eine so große Anzahl an Cafés, dass Teheran fast schon Rekordzahlen aufstellen könnte. In einer Stadt, in der bis vor wenigen Jahren die Herrschaft des Staates die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Raum strikt nach islamischen Regeln zog, wirken diese Cafés, die oft auch die Gehwege für sich beanspruchen, wie eine Rückeroberung des öffentlichen Raums durch ihre Bewohner. Auch der Umgang der Menschen miteinander ist weicher, ja toleranter geworden. Zudem ist die Zahl unverschleierter Frauen gestiegen, deren Präsenz selbstverständlicher anmutet. Die Kleidung hat sich von der islamischen Uniformierung, die das Regime jahrelang aufzwang, weitgehend befreit. Selbst die Männlichkeit hat sich von starren tradierten Mustern gelöst: Heute gehören Männer mit auffälligen Frisuren, Ohrringen und lackierten Fingernägeln ebenso zum Stadtbild wie jene mit ihrer streng religiösen Aufmachung.
Der Wandel in der jungen Generation wirkt wie ein Bruch mit der Vergangenheit: ihre Vertreter bewegen sich anmutig und selbstbewusst, zugleich in einer introvertierten Unnahbarkeit. Sie erscheinen mir kühn und zerbrechlich zugleich. Die Stadt ist sanftmütig zu ihnen. Doch wie sie zu der älteren Generation stehen, bleibt mir letztlich ein Rätsel. Eine Freundin meinte: „Sie sind egozentrisch und ignorant geworden.“ Eine andere merkte an: „Sie haben uns – die Älteren – den Rücken gekehrt, sind enttäuscht von uns, und das mit Recht!“.
Die gepanzerten Einsatzkräfte des Regimes, sonst allgegenwärtig auf den zentralen Plätzen und Kreuzungen, hatten sich in den Tagen meines Aufenthalts vollständig zurückgezogen. Wie erleichtert atmete die Stadt auf. Die Autorität des Regimes zeigte sich lediglich in kitschigen Propagandabannern an den Laternen gegenüber Amerika, Israel und Trump. Neu hinzugekommen waren nationalistische Parolen und sogar Darstellungen vorislamischer Könige und Helden aus alten Sagen – Figuren, die das Regime jahrelang diffamiert und deren Ehrung verboten hatte. Dieser altbekannte Opportunismus hat derart groteske Ausmaße angenommen, dass man fassungslos staunen muss: Ein Regime, das sich selbst über Jahre hinweg über Negierung und Verbote inszeniert hat, preist nun seine einst geächteten Symbole öffentlich– ein Schauspiel reich an bizarren Widersprüchen.
Am Jahrestag der Besetzung der amerikanischen Botschaft, die bis heute zu einem anhaltenden diplomatischen Bruch zwischen den beiden Staaten geführt hat, begegnete ich entlang der Revolution-Straße kleinen Gruppen von Basidsch-Schülern, die zur zentralen Kundgebung vor dem Botschaftsgebäude marschierten. In ihrer kämpferisch-religiösen Kleidung bewegten sie sich zwischen den Passanten, ohne den Alltag zu stören. Sie wirkten eher unbeholfen, fast lächerlich.
In den ersten Tagen besuchte ich auch die Eröffnung einer Buchhandlung in der Nähe der Universität: Mehrere hundert Menschen, überwiegend jung, fröhlich und lachend, umarmten und unterhielten sich voller Energie. Am Straßenrand spielte eine Rockband, einige tanzten dazu und schwangen ihre offenen Haare. Fast keine der anwesenden Frauen trug einen Schleier. Dort spürte ich sie: die Wärme einer Gemeinschaft, die trotz aller Krisen Zuversicht ausstrahlt.
Am selben Abend besuchte ich mit einer Freundin das Café im oberen Stockwerk der Buchhandlung. Sie meinte, dass solche lauten Zusammenkünfte die Stimmung der Gesellschaft kaum widerspiegelten. Hinter der Fassade blieben tiefe Abgründe verborgen. Sie erzählte von Menschen, die auf eine Mahlzeit am Tag verzichteten, nur um jeden Tag mit ihren Freunden in ein Café zu gehen. Spöttisch fügte sie hinzu, dass diese Gewohnheit ihnen inzwischen wichtiger geworden sei als ihre Ernährung. Ich hingegen hatte Verständnis für sie. Es geht nicht um den Kaffee, den sie trinken, sondern um den Lebensstil, den sie sich mühsam erkämpft haben – einen Lebensstil, den sie weder gegenüber dem Regime noch angesichts ihrer eigenen Armut wieder aufgeben wollen.
Meine Freundin sagte, die Menschen in Teheran kämen nicht nur in solchen Kreisen zusammen. Wer einmal medizinische Einrichtungen besuchen müsse, wer nach Medikamenten suche, von denen das Leben abhänge, der begegne Gemeinschaften, die Schmerz und Elend zusammenführten. Sie meinte, in dieser Stadt lebten gleichzeitig und genauso viele parallele Welten neben- wie getrennt voneinander, so dass man über dieses Zusammenspiel ratlos werde. Während sie sprach, erzitterten die Tische unter dem treibenden Rhythmus der Rockmusik.
Doch die dunkle Seite war nie weit. Schon in den ersten Tagen erfuhr ich, dass das Strafurteil der Auspeitschung einer Freundin rechtskräftig geworden war. Während sie mir telefonisch den Sachverhalt erläuterte, schnürten mir Fassungslosigkeit und Wut die Kehle zu. Was kann man jemandem sagen, der unter einem derart archaischen und unmenschlichen Urteil steht? Am Tag der Vollstreckung begleitete ich sie. Wir hatten uns vor einem der Justizgebäude in der Nähe des Stadtparks verabredet. Den Ort kannte ich aus eigener Erfahrung mit der Justiz – von jener vergeblichen Rennerei und jenem kafkaesken Verfahren, das meine Klage am Ende in ein wirres Knäuel aus Lügen und Korruption verwandelt hatte.
Auch einige Aktivist*innen waren zur Begleitung gekommen. Die Anwältin meiner Freundin meinte, sie habe mit dem Richter gesprochen. Er habe erklärt, es gebe keine Möglichkeit, die Vollstreckung des Urteils zu verhindern, aber Anlass zur Sorge bestehe dennoch keine. Je mehr Erklärungen von ihrer Seite folgten, desto verzerrter und absurder erschien mir die Situation.
Mehrere Agenten streiften auf dem Gehweg umher und beobachteten uns. Auch ein Polizeifahrzeug war aufgefahren. Am Eingang des Gebäudes bestand ich darauf, meine Freundin zu begleiten, doch die Beamten ließen mein Gesuch nicht zu. Ich blieb mit den anderen draußen stehen, bis meine Freundin nach der Vollstreckung der Strafe aus dem Gebäude heraustrat. Mehrmals sagte sie, es gehe ihr gut. Sie lächelte. Sie bestand auf ein Gruppenfoto.
Einige Beamte grinsten aus der Ferne höhnisch, andere standen in Hörweite. Ich wartete, bis sie ins Auto stieg und davonfuhr. Danach ging ich mit einer Freundin bis zum Ferdowsi-Platz und kehrte von dort zu Fuß nach Hause zurück. In mir brannte Wut und Abscheu – über all die Urteile von Auspeitschung, Haft und Hinrichtung, die in dieser Stadt täglich gefällt und vollstreckt werden, über die hartnäckige Barbarei, die im Namen des Gesetzes Körper und Seelen der Menschen brandmarkt.
Ein befreundeter Anwalt, den ich in den letzten Tagen meiner Reise traf, sagte, seit einiger Zeit würden nahezu alle Urteile zur Auspeitschung nur noch „pro forma“ vollstreckt: Das widerwärtige Urteil bleibe zwar in Kraft, doch die Handlanger des Staates lockerten oder verschärften seine Umsetzung je nach Fall, Umstand und eigenem Ermessen.
Ein paar Tage später stand ich auf dem Gehweg einer Straße im Stadtzentrum vor dem Stand eines Straßenhändlers, der seine Waren anpries. Ein Mann ging hastig vorbei und rief ihm laut zu: „Wir hatten heute einen Termin. Du hast Dein Wort gebrochen.“ Der Straßenhändler rief zurück: „Mein Lieber, der Termin ist morgen, nicht heute.“ Als der Mann weitergegangen war, erzählte mir der Händler, es handle sich um einen Beamten der Stadtverwaltung, der alle paar Tage die Straße ablaufe und bei den Ständen der Straßenverkäufer vorbeikomme, um seinen „Anteil“ einzukassieren. „Sobald er losgeht, schickt er jedem eine SMS: eltemās-e doʿā – ›bitte um ein Gebet‹. Das heißt: Halte den Obolus bereit, ich bin unterwegs.“ Auch hier trifft der Begriff „pro forma“ zu. Das „bitte um ein Gebet“ ist zu einer frommen Floskel für Erpressung und Korruption verkommen.
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Wenn man aus dem Fenster einer Wohnung im fünfundzwanzigsten Stock eines Hochhauses irgendwo im Westen Teherans auf die Stadt blickt, ist es, als schaue man auf Erstickung und Tod. Der Milad-Turm war im Dunst des Smogs so verschwommen, als löse er sich auf und riesele herab. Die Luftverschmutzung wirkt von dort oben noch ungeheuerlicher als unten auf der Straße, wo man sie einatmet. In dieses entsetzliche Bild versunken, sagte mein Gastgeber: „Du hättest diese Aussicht sehen sollen, als in den Kriegstagen die Drohnen mit ihrem unverkennbaren Zischen vorbeizogen. Es war wie in einem Computerspiel. Erst wenn Rauch aufstieg, wusstest du, dass irgendwo etwas eingestürzt war und Menschen gestorben waren.“ Dann versuchte er, das Geräusch der Drohnen nachzuahmen. Ich fragte: „Was hast du getan?“ Er antwortete: „Nichts – ich habe nur wie erstarrt zugesehen.“
Ein Bekannter erzählte, dass er in jenen ersten Kriegstagen zu seinen betagten Eltern gezogen sei, die sich weigerten, die Stadt zu verlassen. Eines Abends schickte seine Mutter ihn in den Keller, um eine alte Matratze heraufzuholen, die noch aus der Zeit des Iran-Irak-Krieges stammte, damit er sich wie damals einen sichereren Schlafplatz einrichten konnte. Er sagte, beim Anblick dieser Matratze sei in ihm die ganze Kriegsangst seiner Kindheit wieder hochgekommen. Er habe den Kopf in die Matratze vergraben und hemmungslos geweint. „Ich habe um mich geweint“, deutete er sein Tun, „weil das Schicksal mich nach all den Jahren der Anstrengung, nach so viel Hoffnung und so vielen Träumen wieder auf genau diese verfluchte Matratze geschleudert hatte.“
Ein Freund sagte, er schäme sich für das, was er erzähle, aber in jenen Kriegstagen habe er kaum Angst verspürt, weil er die innere Gewissheit gehabt habe, dass nicht er das Ziel der Angriffe sei. Ein solcher hätte ihn nur rein zufällig treffen können.
Ein anderer Freund, der in den ersten Kriegstagen mit seiner Familie in ihr Ferienhaus in den Norden des Landes geflohen war, sprach ebenfalls von Scham. Er erzählte, dass sie in diesen Tagen genau die Dinge getan hätten, die sie auch während der Noruz-Feiertage taten: dieselben Cafés und Restaurants besucht, dieselben Lieblingsspeisen und -getränke bestellt, in denselben Einkaufszentren und Markenläden gebummelt, dieselben Wälder und Strände besucht. Danach seien sie wieder zurückgekehrt.
Zehn Minuten zu Fuß nordwestlich vom Haus meiner Eltern steht ein Gebäude, das in den letzten Kriegstagen Ziel eines Angriffs wurde und eingestürzt ist. Ich weiß nicht, wie viele Stockwerke es einst besessen hatte. Jetzt ist es dem Erdboden gleichgemacht und um das Grundstück ist ein Zaun gezogen. Zwei angrenzende Gebäude wurden ebenfalls zerstört und geräumt. In dem verbliebenen unbeschadeten Rest der Straße scheint das Leben seinen normalen Gang zu gehen. Kein nachträglich angebrachtes Schild erklärt die einstige Funktion des zerstörten Gebäudes, benennt den Tag des Angriffs oder die Zahl der Todesopfer. Dass die Anwohner*innen das Recht haben, die Wahrheit zu erfahren, wird völlig ignoriert.
Um den Krieg gemäß der Darstellung des Regimes ins rechte Bild zu setzen, wurden auf großen Plätzen, die gar nicht angegriffen worden waren, entlang von Metro-Eingängen und Fußgängerzonen groteske Installationen aus Bauschutt, zerquetschten Autos und zerbrochenen Möbeln errichtet, beleuchtet von grellen Lichtern und flankiert von bunten Bannern staatlicher Propaganda. Die Wahrheit und das Recht der Menschen, sie zu kennen, sind auch hier nicht von Belang.
Ein Freund, der gelegentlich das Café der Basidschis in seinem Viertel besucht, erzählte, dass diese in den ersten Tagen des Krieges überrascht, ja sogar verunsichert waren, sich aber schnell gesammelt und begonnen hätten, die Realität zu verdrehen und alternative Narrative zu konstruieren. Mittlerweile behaupten sie sogar, dass selbst wenn „wir“ militärische Niederlagen erlitten haben, das Verhältnis höchstens zwei zu drei gewesen sei – kein Grund zur Schande, sondern ein ehrenhaftes Ergebnis. Er fügte hinzu: „Warte ab, bald werden sie den absoluten Sieg für „uns“ beanspruchen.“
Mein Freund lachte und scherzte, während ich fassungslos und angewidert war. Sarkastisch fragte er: „Erzeugen nur diese Leute Illusionen? Sind nicht auch jene Illusionäre zu nennen, die glaubten, das Regime würde durch israelische Bomben und Drohnen stürzen und diese Truppen von der Bildfläche verschwinden?“ Er meinte, dass mit Einbruch des Krieges die Illusion zu einem florierenden Geschäft im Machtkampf geworden sei, das von allen Seiten feilgeboten werde. Bitter sei, dass es dafür auch Abnehmer gebe.
Seitdem wurde „zwei zu drei“ zu einem Code-Wort unter uns, um über die illusorischen Konstrukte und ihre rechthaberischen Vertreter zu scherzen.
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Während meines Aufenthalts traf ich mich mit vielen Aktivist*innen aus verschiedenen Generationen und Spektren. Einer erzählte von seinem Filmprojekt über die Topografie der verbotenen Friedhöfe. Eine junge Lehrerin berichtete von Methoden, die das pädagogische Team anwende, um religiöse Zwänge zu umgehen, von Widerständen, die von außen unsichtbar blieben, aber die Schulatmosphäre grundlegend verändert hätten. Ein anderer sprach von geplanten Workshops für Kinder in benachteiligten Regionen. Ein Professor erzählte, mit welchen kleinen Kniffen Studierende die Sicherheitskontrollen umgingen. Wieder ein anderer berichtete von Solidaritätsnetzwerken zur Beschaffung knapp gewordener Medikamente. Einer erzählte von einem spannenden Podcast-Projekt, ein weiterer von der Gründung feministischer Netzwerke zur Stärkung der Bevölkerung im Umgang mit Wasserknappheit oder von der erfolgreichen Resistenz von Cafébetreibern gegenüber den Schikanen der städtischen Behörden.
Gelegentlich rief während dieser Treffen eine der politischen Inhaftierten aus dem Gefängnis an, und ich erhielt die Gelegenheit, ihre Stimme zu hören. Auch die Gefangenen sind in diese Aktivitäten eingebunden. Das Gefängnis ist mehr denn je zu einem Teil der engagierten Netzwerke geworden.
Die Stadt ist reich an kulturellen Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und kleinen Lesezirkeln, voller Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte und Buchpräsentationen. All diese Aktivitäten verleihen der Gesellschaft eine spürbare Dynamik, die wie ein Tsunami langsam und stetig aufsteigt.
Und natürlich ist die Machtstruktur – sei sie im politischen oder kulturellen Bereich oder über Sponsoren, die dubiose Verbindungen zu staatsabhängigen Institutionen unterhalten – stets darauf bedacht, unabhängige Bereiche zu kontrollieren oder zu korrumpieren. Sie agiert weiterhin durch Unterdrückung, mit Drohungen und Vorladungen, aber zunehmend auch mit Bestechung und Vereinnahmung. Auf diese Weise erschafft sie Parallelstrukturen, täuscht und tritt immer wieder mit neuem Glanz und neuen Verlockungen auf. Die Akteure werden durch Gefälligkeiten verstrickt.
Eine Aktivistin, die verärgert über den Boom glitzernder Kulturveranstaltungen sprach, war der Ansicht, dass mittlerweile die Grenze zwischen der Relativierung staatlicher Kontrolle und kultureller Freiheit stark verwischt sei. Sie meinte, man dürfe dieser hinterhältigen Inszenierung nicht mit Naivität begegnen.
In einem solchen Umfeld sind anständiges Leben, Arbeiten und wahrhaftiges Handeln ständig gefährdet. In Teheran wird man oft gewarnt, bloß nicht hierhin oder dorthin zu gehen oder sich mit dieser oder jener Person zu treffen – man wisse nie, wie sehr sie mit dem Regime verstrickt seien.
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Ich war erstaunt, dass die Alltagsgespräche in der Stadt weniger politisch geworden waren als zuvor. Es schien, als sei die Politik mit ihren gewohnten Schlagworten, Witzen und Beschimpfungen in der öffentlichen Sphäre in den Hintergrund getreten. Die Diskussionen drehten sich zunehmend um die Vertiefung jener neuen Kultur, die durch die „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung öffentliche Legitimität gewonnen hat.
Eine Frau im Taxi wies einen Mann, der über „Frauen“ lästerte, daraufhin nicht zu verallgemeinern. Sie sagte, Frauen hätten ebenso vielfältige Verhaltensweisen und Fähigkeiten wie Männer. Ein Straßenhändler, der handgestrickte Socken nach „männlich“ und „weiblich“ sortiert hatte, wurde korrigierend belehrt: Die Unterteilung nach Größe sei korrekt, nicht nach Geschlecht. Ein Fahrgast, der mit „Bruder“ angesprochen wurde, protestierte: „Lasst uns nicht mit der Sprache des staatlichen Rundfunks sprechen.“ Eine Frau, der für die Bezahlung des Taxis 5.000 Toman Bargeld fehlten, sagte zum Fahrer: „Ich gebe das Fehlende morgen und in Ihrem Namen an eine Wohltätigkeitsorganisation.“ Der Fahrer erwiderte: „In Ordnung, aber werfen Sie es nicht in die Betrugskassen des Staates.“
Blickt man auf dieses pulsierende Alltagsleben, spürt man gleichsam die unter der Oberfläche brodelnden drängenden Krisen: erdrückende Armut und Perspektivlosigkeit, ins Unermessliche steigende Preise, Wasser- und Strommangel, erstickende Luftverschmutzung, die ständige Bedrohung durch Krieg und vieles mehr. All dies ist das Werk eines repressiven, korrupten und unfähigen Regimes, das wie ein Alp auf den Schultern der Menschen lastet. Zwar zeigt es sich teilweise vermeintlich toleranter, doch auf dem Thron der Macht bleibt es weiterhin aktiv in seinem zerstörerischen Handeln. Das ist die Realität dieses Landes.
Und dennoch: In den Köpfen lebt die Vorstellung – manchmal sogar die leise Gewissheit – über eine Zeit nach dem Ende dieses Regimes. Fragt man nach dem „Wie“, bleiben die Antworten vage, oft schieres Wunschdenken: der Tod des Führers, ein neuer Krieg, ein explosiver Moment, der alles verändert.
Die Gesellschaft scheint – zumindest für den Moment – von revolutionärer Entschlossenheit zurückzutreten, hoffend auf einen Wendepunkt, den sie selbst nicht erzwingen kann. Die stille Handlungsfähigkeit, die das tägliche Leben mit Geduld und Mühe vorantreibt, und die kleinen Arterien zivilen Widerstands, die unbeirrt der Unterdrückung trotzen, finden auf der großen politischen Bühne keine angemessene Entsprechung angesichts der Dringlichkeit zu lösender Krisen.
„Sollen sie doch bombardieren und uns endlich von diesem Pack erlösen.“ Diesen Satz hörte ich vor meiner Abreise nach Teheran, in jenen Tagen des Krieges sowohl außerhalb Irans als auch aus dem Mund von Freund*innen im Inland, die mir von den Reaktionen der Menschen berichteten. Er ließ mich mal sprachlos zurück, mal bedrückte, mal beschämte er mich oder machte mich wütend. Seine Last spüre ich noch heute.
Ein Freund in Teheran schrieb einige Zeit später eine Notiz an jene, die die Sprecher*innen dieses Satzes des Landesverrats bezichtigten. Er betonte: Wir dürfen die Verzweiflung der Menschen nicht übersehen, die im Elend gefangen sind, keinen Ausweg sehen und für einen Moment den Kopf aus dem Abgrund heben, um einen Schrei auszustoßen. Mit Empathie müsse man auf sie reagieren – nicht mit kalten, ideologischen Urteilen. Ich verstand, fühlte Mitgefühl, zugleich blieb mir der Satz in seiner Tragweite verstörend. Denn manchmal schwingt in solchen Worten die Naivität, manchmal die Verantwortungslosigkeit mit; sie treiben auf der Welle politischer Affektaufwallungen, die längst chronisch geworden sind.
Als ich eine Freundin besuchte, sagte ihre Tante ohne Umschweife: „Du bist grundlos gegen den Krieg – sonst gehen die hier nie weg.“ Ihr junger Enkel ergänzte: „Man muss dieses Fenster der Gelegenheit nutzen, das sich für Iran geöffnet hat.“ Damit meinte er den Angriff auf Iran, der seiner Meinung nach zum Sturz des Regimes führen würde. Bei Tee und Gebäck zitierten Großmutter und Enkel Parolen von Satellitenmedien und entwarfen träumerische Szenarien vom Sturz des aktuellen Regimes und der Wiederauferstehung des vorherigen – wie aus einem Märchenbuch. Ich war sprachlos.
Die Vorstellung, der Sturz des Regimes hinge von israelischen Bomben und Drohnen ab, fördert das Abwarten, untergräbt die eigene Handlungsfähigkeit und stützt sich auf blindes Vertrauen in westliche Mächte, insbesondere in die Herren Trump und Netanjahu.
In Teheran dachte ich ständig an diesen Begriff: „Wunschdenken“, das gleichzusetzen ist mit sich einer Illusion hingeben, alle Gegenargumente ausblenden. Genau hier setzen die Monarchisten an, die in den letzten Jahren zu einer mächtigen rechtsgerichteten Oppositionsströmung herangewachsen sind: Sie instrumentalisieren Emotionen, diffamieren kritisches Denken und manipulieren mit oberflächlichen Narrativen.
Auf dieser Reise fragte mich ein Freund, der die Rückkehr zur konstitutionellen Monarchie befürwortet, scharf und verletzt: „Heißt das, du ordnest mich der extremen Rechten zu?“ Ich antwortete: „Nein, du bist konservativ. Du glaubst an die Demokratie, hast jahrelang dafür gekämpft und dafür einen hohen Preis bezahlt. Doch in den letzten Jahren seid Ihr – Du und Gleichgesinnte – in vielen Bereichen der extremen Rechten entgegengekommen. Ihr toleriert undemokratische Diskurse und verschafft ihnen Raum. In unseren Gesprächen wahren wir die Grenze zwischen Kritik und Beschimpfung – für viele Deiner Gleichgesinnten gilt diese Grenze nicht mehr. Was tust du angesichts solcher Menschen? Wie reagierst Du, wenn man zu mir sagt: ‚Entweder mit uns – oder auf Linie mit der Islamischen Republik‘?“.
Er beharrte darauf, dass die Gesellschaft, zunächst eine alternative Perspektive brauche, um den Entschluss zum Sturz des Regimes zu festigen – und das wäre die Rückkehr zur Monarchie. Obwohl er einige Strömungen, die mit ihm übereinstimmen, kritisch betrachte, fühle er sich ihnen näher als mir, die der Überzeugung sei, dass ein demokratischer Horizont nur durch konsequentes demokratisches Handeln erreichbar sei.
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Einige Tage vor dem Jahrestag und nach der Veröffentlichung des Aufrufs zur Versammlung am 22. November rief der zuständige „Sachbearbeiter“ im Geheimdienstministerium von einer unbekannten Nummer aus an und bestellte mich zu einem der üblichen Verhörtermine. Die Sitzung verlief nach dem bekannten jährlichen Muster ab: dasselbe anfängliche Hinauszögern des Gesprächs, dieselben Vorhalte zu dem, was ich gesagt und getan hatte, dieselben knappen Antworten meinerseits, dieselbe Machtdemonstration des „Systems“ in dem abgeschlossenen Raum.
In den ersten Jahren nach der Ermordung meiner Eltern nutzten die Beamten meine Jugend, mir meine Unerfahrenheit vorzuwerfen. Heute appellieren sie wiederum an mein Alter, um mir die Beständigkeit ihres Apparats im Kontrast zum Nachlassen meiner Kräfte und Lebenszeit vor Augen zu führen. Ein ganzes Leben ist vergangen. Der junge Mann, der seit einigen Jahren mein „Sachbearbeiter“ ist und stets darauf beharrt, mich gut zu kennen und über all meine Aktivitäten informiert zu sein, gehört bereits der fünften Generation von Vernehmungsbeamten dieses Ministeriums an, die mir gegenübersitzen.
Am Ende schrieb ich auf ein Formular, auf dessen Kopfzeile „Vernehmungsprotokoll“ stand, wie jedes Jahr eine Absichtserklärung zur Gedenkversammlung, unterschrieb und setzte meinen Fingerabdruck darunter. Der junge Mann nahm das Blatt und sagte: „Auf Wiedersehen“.
In diesem Jahr war mein Aufenthalt in Teheran länger als in den Jahren zuvor. Ich verbrachte mehr Zeit im Haus meiner Eltern und konnte mich stärker den Erinnerungen an diesem Ort hingeben.
Im Flur des ersten Stockwerks, am Treppenabsatz, lehnt ein großes Porträt meines Vaters an der Wand, gemalt von einem alten Parteifreund, der inzwischen verstorben ist. Eines Tages im November 1998 erzählte er mir, er habe einen ganzen Tag und eine ganze Nacht bis zum Morgengrauen gearbeitet, um das Bild rechtzeitig zur Beerdigung meines Vaters fertigzustellen und vorbeizubringen.
Das Gemälde steht noch immer auf denselben langen, schmalen Holzleisten, die beidseitig an die Leinwand genagelt wurden, damit es tragbar ist. Am unteren Rand des Bildes sind Fingerabdrücke in der Farbe zu erkennen. Offensichtlich war die Ölfarbe bei der begleitenden Demonstration zur Trauerfeier, als das Gemälde getragen wurde, noch nicht getrocknet. Es hat die Abdrücke jener Hände festgehalten, die es hochhielten und vor den Angriffen der Polizei schützten, die versuchten, es an mehreren Stellen herunterzureißen. Heute lehnt das Gemälde an der Wand, reicht fast bis zur Decke und erinnert an jenen historischen Tag und all jene es tragenden Hände.
Es ist ein einfaches Gemälde, doch es trägt den lebendigen Blick meines Vaters in sich – mit derselben Schärfe und demselben Humor, die seinen Blick ausmachten. Seit Jahren spreche ich mit diesem Bild. Wenn mir Kraft oder Umsicht fehlen oder die Wut mich packt, hält es mich wie ein stiller Zeuge, mahnt mich, standhaft zu bleiben.
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Der 22. November ist ein Tag, schwer wie Blei. Trotz des geschäftigen Treibens vom frühen Morgen an liegt die schwere Last der Verbrechen über allem. Immer wieder aufs Neue türmt sie sich zu einem Ungeheuer auf und bringt die Zeit zum Stocken.
Ich habe Verwandte und Mitstreiter*innen, die an diesem Tag frühmorgens zur Unterstützung kommen. Die einen ordnen die Blumen in den Vasen, die anderen stellen Kerzenhalter neben die Fotos und die Orte auf, an denen die Morde verübt wurden, richten Stühle her, bereiten Tee und Gebäck vor, fegen den Hof und hängen kleine Zettel an die Äste des trockenen Magnolienbaums, den einst meine Mutter gepflanzt hatte. Darauf steht: „Lang lebe Iran“, „Für Gerechtigkeit“, „Frau, Leben, Freiheit“.
Gegen Mittag tauchen dann die Agenten auf, die sich zahlreich in der Gasse positionieren, Masken im Gesicht und Kameras in der Hand tragen. Sie wirken wie eine Grimasse, die sich an diesem Tag auf das Gesicht der Straße setzt. Sie machen ihre aufdringliche Präsenz deutlich, um Angst und Unsicherheit zu verbreiten. Sie machen ständig Fotos, um Akten anzulegen. So verfahren sie schon seit Jahren.
Die diesjährige Gedenkveranstaltung war besser besucht als die Jahre zuvor und von einer positiven Stimmung getragen – eine Gemeinschaftlichkeit, gewachsen durch einen gemeinsam begangenen langen Weg des Beharrens auf Erinnerung und Gerechtigkeit. An diesem Tag hörte ich von vielen, dass sie aus der Veranstaltung Kraft schöpften. In solchen Momenten wird mir bewusst, wie wertvoll und bedeutend all die jahrelange Anstrengung gewesen ist.
Zwei Tage nach der Begehung des Jahrestags erkannte mich eine Frau mittleren Alters in der Metro. Sie fragte höflich, ob sie mir eine Frage stellen dürfe, und sprach dann verlegen: „Wie dürfen Sie eigentlich ins Land kommen und hier eine Veranstaltung abhalten?“
Diese Frage zirkulierte gleichzeitig in den sozialen Netzwerken, insbesondere in monarchistischen Kreisen, und diente als Aufhänger für Diffamierungen: Mir wurde Nähe zum Regime unterstellt, während die Gedenkveranstaltung als bloßes „pro forma“ abgewertet wurde – als angebliche Inszenierung einer harmlosen, systemkonformen Opposition. Solche Zuschreibungen entfalten eine klare politische Funktion: Sie spielen dem Regime objektiv in die Hände, indem sie Misstrauen säen und die Glaubwürdigkeit jener untergraben, die auf gesellschaftliche Veränderung aus dem Inneren des Landes setzen.
Der Fragenden erzählte ich von den vergangenen siebenundzwanzig Jahren: In den ersten Jahren wurde die Veranstaltung nicht offen verhindert, doch jedes Mal wurden die Teilnehmer*innen – damals mehrere Hundert – angegriffen, einige festgenommen, manche sogar verwundet. Ich selbst wurde regelmäßig vorgeladen, bedroht, gelegentlich an der Ausreise gehindert. Nach dem sechsten Jahr wurde die Veranstaltung selbst im Haus meiner Eltern verboten – und dennoch kam ich jedes Jahr, rief zur Teilnahme auf, ließ mich nicht einschüchtern. Dieses absolute Verbot hielt sechzehn Jahre lang: Jedes Jahr sperrte die Polizei die Nachbarschaft ab, spannte Zäune am Anfang und Ende der Gasse, und dennoch kamen viele, nahmen teil, wurden festgenommen, geschlagen – und hielten stand. Meine Verwandten und ich wurden an diesen Tagen zu Hause festgehalten unter dem Vorwand: „Wir haben Quarantäne-Befehl.“
In denselben Jahren klagte das Geheimdienstministerium unter einem absurden Vorwand gegen mich, und ich erhielt vor Gericht eine sechsjährige Haftstrafe auf Bewährung wegen angeblicher Beleidigung religiöser Vorschriften und Propaganda gegen das System.
Seit einigen Jahren wird die Veranstaltung nun nicht mehr verhindert, auch wenn Teilnehmer*innen weiterhin belästigt werden. Das Wiedererlangen dieses Rechts ist ein hart erkämpfter Erfolg unserer Standhaftigkeit – von uns allen, die niemals zurückgewichen sind. Nachdenklich hörte die Dame zu.
Ich sagte zu ihr: „Schauen Sie sich hier in diesem Metro-Wagen um: Einige Frauen sitzen ohne Kopftuch da. Vor einigen Jahren hätte niemand geglaubt, dass dies möglich sei. Dieser Anblick – so alltäglich er jetzt wirkt – ist das Ergebnis des mutigen Eintretens der Gesellschaft für ihre Rechte. Lassen Sie uns daran glauben!“
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Ich war nach Deutschland zurückgekehrt, als die Gedenkversammlung zum politischen Mord an den Mitgliedern des Schriftstellerverbands, Mohammad Mokhtari und Mohammad Jafar Pouyandeh, am 12. Dezember gewaltsam verhindert wurde. Die beiden Schriftsteller waren – ebenso wie meine Eltern – im Herbst 1998 Opfer staatlich verordneter politischer Morde geworden. Auch eine weitere Gedenkveranstaltung in der Stadt Mashhad wurde nur wenige Tage später brutal attackiert und führte zu zahlreichen Verhaftungen. Unter den Inhaftierten befindet sich auch die Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi.
Trotz breiter Proteste gegen diese Verbote und Verhaftungen beharren weiterhin die zuständigen Behörden auf ihrem repressiven Kurs. Diese kaltschnäuzige Gleichgültigkeit verdeutlicht die prekäre Lage. Sie trübt die Hoffnung, die sich nur zögerlich regt.
Die Farsi Version dieser Bericht